Turn- und Sportgemeinschaft Harsewinkel 1925 e.V.

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TSG Schlagzeilen

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Chronik der TSG von 1925 e.V. Harsewinkel PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Niko Große-Heilmann   
Sonntag, den 30. November 2008 um 13:47 Uhr

Die TSG Harsewinkel als ältester Sportverein der Stadt kann mit Stolz auf eine erstaunliche Bilanz verweisen. Dass der Sport in Harsewinkel trotz vieler Rückschläge eine nicht vorhersehbare positive Entwicklung nehmen konnte, ist nur dem großen Beharrungsvermögen einiger engagierter Männer und Frauen aus Harsewinkel zu verdanken.

Die Chronik des Vereins ist nicht nur ein Spiegelbild der sportlichen Aktivitäten unserer Mitbürger, sondern zugleich ein Beleg für die meist ehrenamtliche und oft auch mit großem sozialen Engagement ausgeübte Arbeit im Gemeinwesen unserer Stadt.

Der erste Sportverein wurde am 5. März 1925 als "Spiel-u.Sportverein Harsewinkel" gegründet. Im Original-Protokollbuch von Hauptlehrer Hermann Nückel ist dazu wörtlich verzeichnet:

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Der Zusammenschluß mit der DJK am 19. März des gleichen Jahres ist wie folgt festgehalten:

Protokollbuchnotiz Herman Nückel
 


Ebenfalls im gleichen Jahr wurde am 15.August ein weiterer Verein unter den Namen "Turnverein Harsewinkel" im Gasthof Wilhalm aus der Taufe gehoben und zu den Gründervätern zählten u.a.die Herren Kirchner, Deppenwiese, Claas, Ortkraß, Gerbaulet, Brüggemann und Bierbaum.

Diese beiden Vereine schlossen sich dann am 24.März 1927 zur "Turn-, Spiel-u. Sportgemeinschaft Harsewinkel" zusammen, aber was sich hier so unkompliziert und reibungslos anhört, war das Ergebnis starker Spannungen und persönl. Anfeindungen. Nachzulesen ist diese historisch wichtige Periode in dem bereits zitierten, vom Hauptlehrer Hermann Nückel geführten Protokollbuch, in dem penibel und für uns kaum nachvollziehbar die ständigen Querelen um Geld und Einfluss aufgelistet sind. Das Protokokollbuch endet mit einem dramatischen Schlußsatz in einem langen Eintrag vom 23. Juni 1927:

Letzer Eintrag Protokollbuch Herman Nückel
 


Somit war auch dieser Zusammenschluss nicht von langer Dauer, es folgte erneut eine Trennung nach den angebotenen Sportarten. Mit der Anlage eines ersten Sportplatzes auf dem Dechantsfeld durch die DJK wurden zumindest aber die räumlichen Probleme gelöst. Als Folge der Machtergreifung A. Hitlers wurden 1933 aber alle DJK-Sportvereine verboten und es erfolgte zwangsweise eine Eingliederung in den Turnverein Dtsch.Turnerschaft unter dem Vereinsnamen " Turn- und Sportverein Harsewinkel ". 1. Vorsitzender dieses Vereins war Julius Wilhalm, die Geschäfts- und Kassenführung lag bei Clemens Mußmann. Nicht vergessen sollte man die Gründung einer speziellen Frauenturngruppe im Jahre 1933 durch Frau Änne Kleinehollenhorst geb. Terlutter, die noch bis in die 60-er Jahre selbst aktive Übungsleiterin war.

Nach dem zweiten Weltkrieg lag das Vereinsleben in Harsewinkel brach, waren doch viele Sportler im Krieg gefallen oder noch nicht aus der Gefangenschaft zurückgekehrt. Aber auch hier gab es engagierte Fußballer, die am 10.Oktober 1945 in der Gaststätte Vossenkemper-Brentrup unter dem Vorsitz des unvergessenen "Fußball-Franz" Kranefuß den FC Harsewinkel gründeten, weitere Teilnehmer waren Willy Kampe und Hubert Pelkmann.

Unter Vorsitz von Theodor Richter wurde 1950/51 die Sportplatzanlage am Dechantsfeld für damalige Verhältnisse mustergültig ausgebaut; die Turner schafften sich mit der Aufstellung eines ausgedienten Flugzeughangars vom Flughafen in Marienfeld ebenfalls eine Basis für einen geordneten Trainingsbetrieb und jahrelang war dann auch die "Nissenhütte" Mittelpunkt der turnerischen Aktivitäten. Was lag näher, als die Aktivitäten zu bündeln und so entstand folgerichtig dann am 31.Mai 1950 aus dem Zusammenschluss der Turner und des FC Harsewinkel die "Turn-und Sportgemeinschaft 1925 Harsewinkel" mit 334 Mitgliedern und diesen Namen trägt der Verein bis heute mit Stolz, nur noch ergänzt um den Zusatz e.V. mit der Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Gütersloh im Jahre 1961. Weitere Abteilungen entstanden bzw. schlossen sich an, 1958 wurden die Handballer als selbständige Abteilung integriert, obwohl (Feld)- Handball schon seit Jahrzehnten in Harsewinkel gespielt wurde. Die Abteilungen Tischtennis (1959), Leichtathletik (1960), Volleyball (1978), Badminton (1983), Schwimmen (1983), Hapkido (1992) und Sport mit Behinderten (1994) komplettierten das Sportangebot.

Um den veränderten Anforderungen eines modernen und innovativen Sportvereins gerecht zu werden, werden wir den Ausbau des Sportangebotes mit Vorrang betreiben. Hierbei spielt ein ständig wechselndes Kursangebot eine zentrale Rolle. Ohne eine Mitgliedschaft im Verein kann der Sportinteressierte über einen begrenzten Zeitraum die verschiedenen Angebote gegen eine angemessene Kursgebühr testen und so zu seiner Wunsch-Sportart finden. Für Vereinsmitglieder dagegen bietet sich die Möglichkeit, über eine deutlich reduzierte Kursgebühr Zugang zu weiteren attraktiven Sportangeboten zu finden.

Der Stadt Harsewinkel ist zu danken für eine großzügige und kostenlose Bereitstellung von 6 Turnhallen, einer Dreifach- und einer Mehrzweckhalle sowie eines Sportstadions und eines kombinierten Hallen-/Freibades. Nur der Vollständigkeit halber sei hier angemerkt, dass in den Ortsteilen Greffen und Marienfeld weitere 4 Turnhallen und 2 Sportplatzanlagen allen Sporttreibenden zur Verfügung stehen. Nicht vergessen sollte man aber hierbei, dass es nur mit sehr viel Eigenleistung engagierter Vereinsmitglieder gelungen ist, z.B. die Flutlichtanlage am Nebenplatz und die Tribüne am Sportplatz zu erstellen, die Umkleidekabinen zu erweitern bzw. ein neues TSG-Clubheim mit einem Geschäftszimmer und eigenem Jugendraum zu errichten und so den städtischen Finanzhaushalt zu entlasten. Diese Chronik wird fortgeschrieben, denn ein lebendiger Verein wie die TSG Harsewinkel lebt von und mit den Veränderungen.

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 19. Dezember 2009 um 12:43 Uhr
 
 
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