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Der Landessportbund Nordrhein-Westfalen hat eine neue Broschüre zum Thema "Erste Hilfe bei Sportverletzungen" veröffentlicht, die wir allen Harsewinkler Sportlern und Sportlerinnen gerne als Download zur Verfügung stellen.
Vorwort
Bewegung, Spiel und Sport fördern die Gesundheit und erhöhen die Lebensqualität. Diese positiven Aspekte können durch die individuell angepasste, trainingswissenschaftlich und sportpädagogisch zeitgemäße Gestaltung aller Trainingsmaßnahmen optimiert werden. Trotzdem ist das Wissen um Sportverletzungen für Sportlerinnen und Sportler und insbesondere für Trainer und Trainerinnen sowie Übungsleiterinnen und Übungseiter von zunehmender Bedeutung, da die Anzahl von Freizeitunfällen zunimmt. Eine Ursache stellt die Entwicklung des Sportartenspektrums dar: Im Rahmen einer zunehmenden „Radikalisierung“ koordinativ anspruchsvoller und verletzungsgefährdender Trend- und Extremsportarten, die vielfach von Untrainierten begonnen und oftmals nur für die Dauer einer Saison praktiziert werden, entwickelt sich ein wachsendes Verletzungspotenzial. Komplizierend kommen die fortschreitend defizitären sensomotorischen Fähigkeiten der heranwachsenden – zunehmend übergewichtigen – Kinder und Jugendlichen hinzu. Auch ältere Menschen entdecken in wachsender Zahl den Präventions- und Rehabilitationssport und trainieren nicht selten mit gesundheitlichen Risikofaktoren. Trainerinnen und Trainer sowie Übungsleitungen sehen sich im Rahmen ihrer Tätigkeit mit einem wachsenden Potenzial von möglichen Zwischenfällen konfrontiert. Die Notfall-Hilfeleistung in Sportstätten durch speziell geschulte Laien gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die Bandbreite reicht von Verstauchungen und Verrenkungen über Knochenbrüche und Wunden bis hin zum Herz-Kreislauf-Stillstand. Gemäß § 323c StGB sind Übungsleiterinnen und Übungsleiter zur Hilfeleistung im Rahmen der ihnen gegebenen Möglichkeiten verpflichtet. In Notfällen kompetent und sicher handlungsfähig zu sein, bedeutet neben der sportartspezifischen Kompetenz eine große Herausforderung an jede Übungsleitung.
Viele in dieser Broschüre enthaltene Empfehlungen beruhen auf Standards internationaler Gremien (z.B. des European Resuscitation Council). So finden sich im Text neben den deutschen Begriffen auch die entsprechenden internationalen Begriffe, z.B. „First Responder“ für „Ersthelfer“ und „Basic Life Support“ für „Laienwiederbelebung“. Ziel dieser Handreichung ist es, einen kurzen Überblick über die richtigen Maßnahmen zu geben. Sie kann keine Schulung in „Erster Hilfe“ ersetzen. Im Gegenteil, sie möchte vielmehr zur Nutzung der vielfachen Schulungsangebote für Laienhelferinnen und Laienhelfer anregen.
Der LandesSportBund Nordrhein-Westfalen hat den Anspruch, jedem aktiven Menschen ein optimales Sport- und Bewegungsangebot zu ermöglichen. Dazugehören auch die Verletzungsvorbeugung und die Rehabilitation nach Sportverletzungen. Wir hoffen, mit dieser in bewährter Weise mit dem Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen sowie den beiden Sportärztebünden in Nordrhein und Westfalen entwickelten Broschüre dazu einen kleinen Beitrag zu leisten.
Download
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 20. Dezember 2009 um 16:13 Uhr