Die Glocke berichtet online aus Bommern

Das  neue  Trainergespann beendet 1:15-Punkte-Durstrecke 

 Die lange Zeit ohne doppelten Punktgewinnen ist vorbei  Der  31:26 (14:13)-Sieg  beendete die  zähe  Durststrecke von 1:15-Punkten.

  „Das war ganz wichtig für jedes Gemüt“, kommentierte Heiner Steinkühler der TSG Harsewinkel beim TuS Bommern. Der  Premierensieg des neuen Trainergespanns Steinkühler/Ruschhaupt war überhaupt erst der zweite Saisonsieg für das Schlusslicht der Handball-Regionalliga.

Vor allem Erleichterung

„Somit war neben der Freude vor allem Erleichterung das überwiegende Gefühl“, war Steinkühler auch froh, dass die „Mannschaft endlich in einem Punktspiel zeigte, was sie drauf hat“. Entscheidend dafür sei gewesen, dass das Team über die vollen 60 Minuten in seiner Struktur geblieben sei. „Wir sind in eine Richtung gegangen und im System geblieben. Das haben wir vorne und hinten nicht verlassen. Jeder wusste, was der andere macht“, so Steinkühler.

„Sind immer im System geblieben“

Das galt auch für die Phase, als die mit 7:2-Führung in der 6. Minute nahezu optimal gestarteten Gäste den klaren Vorsprung einbüßten. „Bommern ist eine starke Mannschaft, die Lösungen finden kann, aber wir sind nicht in in komische Einzelaktionen verfallen und haben uns keine einfachen Gegentore erlaubt“, führte Steinkühler aus. Die 20:17-Führung der Gastgeber in der 43. Minute resultierte vor allem aus mehreren vergebenen klaren Torchancen der TSG, die sich dann gleich wieder stabilisierte.

Aggressivere Abwehr bildet die Grundlage

Grundlage dafür war die Abwehr. Die hatte Steinkühler im 6:0-Verbund gelassen, aber aggressiver ausgerichtet. „Das hat funktioniert, weil jeder für den anderen da war“, lobte der Trainer. So wurde es auch dem Torwart leichter gemacht, was Robin Wetzel mit einer guten Leistung über 60 Minuten dankte. Neben Torwart Maik Schröder waren mit Julian Borren und Stefan Bruns zwei Rückraumspieler nicht einsatzfähig, Marlon Meyer (mit verstauchtem Knöchel noch weit von 100 Prozent entfernt), sorgte immerhin ein paar Minuten für Entlastung.

Grundtugenden wichtiger als Taktik

Im zweiten Durchgang rückte Liam Lindenthal auf die linke Rückraumseite, Fynn von Boenigk spielte dann auf rechts eine starke zweite Halbzeit. „Aber es war vor allem eine geschlossene Mannschaftsleistung. Die Grundtugenden waren da und das ist noch mehr wert als jede Taktik“, bilanzierte der Trainer.

Unten in der Tabelle sind alle eng zusammengerückt

Dass die TSG weiter Letzter ist, weil die TG Hörste mit einem 38:26-Heimsieg über den CVJM Rödinghausen (Harsewinkels Heimgegner am Freitag) überzeugt hat, stört Steinkühler nicht. „Das kommt uns eher entgegen, denn so rückt da unten alles noch enger zusammen.“