Die Glocke
TSG Harsewinkel: Im Kellerduell mit Heimvorteil nachlegen
Mit gleich zwei Freitagabend-Heimspielen startet Handball-Regionalligist TSG Harsewinkel ins Jahr 2026.
Der Kreispokaltitel nach einer von den Sportfreunden Loxten dominierten Dekade war am Wochenende ein sichtbares und für weiteres Selbstvertrauen sorgendes Zeichen für die erhoffte Trendwende beim Handball-Regionalligisten TSG Harsewinkel. Denn die spielerischen Leistungen bei den Siegen über Loxten und im Finale über die TG Hörste waren gut.
Hahlen punktgleich auf vorletztem Platz
Doch die Verbesserungen in Abwehr und Angriff müssen auch am Freitag um 20 Uhr im Heimspiel gegen den punktgleichen Mitabstiegskonkurrenten TSV Hahlen greifen. Springt im Hasenbau nicht Zählbares für Heiner Steinkühler und sein auf dem drittletzten Rang geführtes Team heraus, sind alle positiven Effekte erstmal wieder futsch.
Vertrauen und Verlässlichkeit wichtige Faktoren
Dabei erwartet der Trainer noch keine spielerischen Glanzlichter. „Das war ja auch beim Unentschieden gegen Rödinghausen im letzten Punktspiel vor der Pause noch nicht so. Was zählt, sind Punkte und dass wir peu á peu da unten rauskommen“, sagt er. Was Steinkühler und seinen Co Yannik Ruschhaupt vor dem dritten Meisterschaftsspiel als Verantwortliche auf der Bank optimistisch stimmt, ist die Disziplin, mit der sich alle Akteure im neuen System bewegen. „Dazu sind Vertrauen und Verlässlichkeit untereinander die Voraussetzung, und die passen“, freut sich der Trainer, dass die Spieler die Vorgaben umsetzen wollen und zunehmend verinnerlichen.
Weder Passivität noch Übereifer
Vor allem die nun aggressiver interpretierte 6:0-Abwehrvariante ist ein schmaler Grat. „Da sind sowohl Passivität als auch Übereifer fehl am Platze“, sagt Heiner Steinkühler. Personell ist der Kader bis auf Julian Borren, der weiter geschont wird, komplett. „Er soll sich erst wieder vollständig wohl fühlen und selbst entscheiden, wann er wieder völlig fit ist“, so der Trainer.
Stefan Bruns und Liam Lindenthal überzeugen
mit Klar profitiert von den Veränderungen der vergangenen Wochen hat Linkshänder Stefan Bruns, der gegen Rödinghausen und im Pokal im rechten Rückraum überzeugte. Auch bei Liam Lindenthal zeigt die Formkurve wieder klar nach oben. „Er ist ein Eckpfeiler, auch in der Abwehr. Ihm kommt das neue System mit seinen schnellen Beinen entgegen“, sagt Steinkühler.
„Ein ganz unangenehmer Gegner“
Die Abwehr wird heute gefordert. „Denn Hahlen ist ein ganz unangenehmer Gegner“, erhofft sich Heiner Steinkühler auch viel Unterstützung von der Tribüne
NW
Handball: Abstiegsbedrohter Regionalligist TSG Harsewinkel gegen Konkurrent Hahlen.
„Können großen Schritt machen“
So ganz traute Heiner Steinkühler nach dem 23:22-Sieg im auf hohem Regionalliga-Niveau ausgetragenen Kreispokal-Halbfinale gegen die SF Loxten seiner TSG Harsewinkel noch nicht. „Diese offensiv wirklich sehr gute Leistung gegen den angehenden Drittligisten müssen die Jungs jetzt erst mal im Finale gegen die TG Hörste bestätigen, denn gegen diesen Konkurrenten im Abstiegskampf haben wir uns in der Liga gerade erst so richtig blamiert“, so der Trainer des Regionalliga-Zwölften.
Und die Jungs, allen voran die erneut voll aufdrehenden Rückraumspieler Liam Lindenthal und Stefan Bruns, taten ihrem Coach den Gefallen. Mit dem 16:8-Sieg gegen den Liga-Rivalen holten sich die Harsewinkeler Handballer den Kreispokal und ganz viel Selbstvertrauen für die Heimspiele gegen den TSV Hahlen und die HSG Gevelsberg/Silschede, mit denen an diesem und am nächsten Freitag die Saison fortgesetzt wird.
„Und die Bedeutung dieser Spiele kann man doch gar nicht überschätzen“, stellte Steinkühler bei einem Blick auf die Tabelle fest. Mit einem Sieg in Bommern (31:28) und dem Unentschieden gegen Rödinghausen (28:28) hat der bis dahin als Mittelmann im Angriff und Chef in der Abwehr auf dem Feld Regie führende 38-Jährige das Ruder zwar schon herumgerissen. „Aber mit Siegen gegen die punktgleichen Hahlener und gegen die zwei Punkte besseren Gevelsberger können wir den nächsten großen Schritt machen“, erklärte der Coach des Drittletzten (7:17 Punkte). Ihm und seinem Team haben die Leistungen im Kreispokal viel Mut gemacht für die Liga.
Immer wieder fiel in den Analysen Steinkühlers der Begriff „Struktur“ und das auch oft, wenn es um die Abwehr, also die bisherige Problemzone, ging. Sichtlich profitiert hätten von dem deutlich verbesserten Deckungsverhalten Robin Wetzel und Maik Schröder. Die im bisherigen Serienverlauf so oft kritisierten Torleute avancierten (wieder) zu einem Rückhalt für das Team.
Im Vergleich zum Pokal-Wochenende darf Heiner Steinkühler nun bei der Rückkehr in den Liga-Spielbetrieb wieder auf eine volle Bank hoffen. Außer Julian Borren sind alle Spieler der TSG fit.