Die Glocke
34:38-Niederlage löst bei TSG Harsewinkel keine Panik aus
Die harten Tatsachen lassen auf einen Rückschlag für Handball-Regionalligist TSG Harsewinkel schließen, die weichen Faktoren sind dennoch positiv.
Das sind erst einmal die Fakten: In Menden hat Handball-Regionalligist TSG Harsewinkel am Samstagabend torreich mit 34:38 (14:18) verloren, ist durch das Unentschieden von Mitkonkurrent Hahlen (22:22 gegen Bad Salzuflen) punktgleich mit dem TSV auf dem vorletzten Platz in der Tabelle und hat beim zweiten Auswärtsspiel in Folge am kommenden Samstag bei Westfalia Herne einen ähnlich großes Kaliber vor der Brust wie mit dem Rangvierten SG Menden Sauerland-Wölfe.
Trotz Niederlage auch Zuversicht und Bestätigung
Die anderen und für die unerwartet in den harten Abstiegskampf gerutschten Harsewinkeler mindestens ebenso wichtigen „weichen“ Aspekte sind die Gefühlslage und Einordnung dieser Niederlage. „Wir haben trotz der 38 Gegentore recht ordentlich gedeckt, wir haben bei einem Topteam 45 Minuten mitgehalten und vieles besser gemacht, woran wir im Training gearbeitet haben“, bilanzierte Trainer Heiner Steinkühler. „Da lag mir das Unentschieden in der Woche zuvor mehr im Magen“, nahm Steinkühler keine Punkte, aber Zuversicht und Bestätigung der geleisteten Arbeit aus dem Sauerland mit.
Größtes Manko diesmal das Überzahlspiel
Zum Spiel: Die Gäste taten sich anfangs schwer, lagen mit 0:3 und 2:7 (8. Minute) in Rückstand. „Da haben wir uns durch deren Präsenz beeindrucken lassen“, sah Steinkühler dann, wie sich seine Spieler auf zwei Tore (13:15, 14:16) herankämpften. „Wir haben Menden relativ oft ins Zeitspiel bekommen. Doch die sind dann in der Lage, immer noch ein Tor zu machen und so den Druck bei uns zu erhöhen“, sah der TSG-Trainer diesmal im Überzahlspiel das größte Defizit seines Teams: „Das ist das nächste Thema, was wir angehen werden.“
Nach 27:27 gleich wieder zwei Treffer kassiert
So auch nach der roten Karte (Foul an Liam Lindenthal) für SG-Rückraumspieler Maximillian Klein, als die Harsewinkeler durch Mika Kösters zwar zum 27:27 ausglichen, prompt aber in Überzahl auch wieder einen und direkt nach Auffüllen noch den zweiten Gegentreffer kassierten. Der Rückstand blieb bis in die Schlussphase knapp; als die TSG dann mit offensiver Deckung auf schnelle Ballgewinne ging, setzten sich die Wölfe von 35:33 auf 38:34 ab.
Julian Borren kehrt zurück ins Training
Da Julian Borren in dieser Woche wieder ins Training einsteigt und Robert Indeche seine Wadenverletzung auskuriert, sorgt auch der dann volle Kader dafür, dass in Harsewinkel keine Panik ausbricht: „Ich bin guter Dinge und der Mannschaft merkt man das auch an. Wir können auch in Herne was mitnehmen, bevor dann die elementar wichtigen Spiele kommen“, bilanziert Steinkühler.
TSG Harsewinkel: Schröder/Wetzel – Bruns (2), S. Bröskamp (8), Engelhardt (6), Lindenthal (7/2), Grüger, Kösters (3), Meyer (1), von Boenigk (4), Eichelsbacher (2), Wunsch (1)
NW
In Überzahl möglichen Sieg verschenkt
In Überzahl möglichen Sieg verschenkt
Regionalligist TSG Harsewinkel unterliegt bei der SG Menden Sauerland Wölfe mit 34:38. Trainer Heiner Steinkühler sieht seine Mannschaft dennoch auf dem richtigen Weg.
Trotz einer in Summe ordentlichen Leistung hat es für den abstiegsbedrohten Handball-Regionalligisten TSG Harsewinkel beim Tabellenvierten SG Menden Sauerland Wölfe nicht für Punkte gereicht. Am Ende stand eine 34:38 (14:18)-Niederlage, die allerdings vermeidbar gewesen wäre. „Es ist ärgerlich, dass die Überzahlsituationen nicht bei uns waren. Da haben wir selten ein Tor geworfen, stattdessen hat der Gegner getroffen“, sagte TSG-Trainer Heiner Steinkühler. „Wenn nur das funktioniert hätte, wären wir gefühlt sogar für einen Sieg infrage gekommen.“
Nachdem die Harsewinkeler den Start verpennt hatten, sah sich Steinkühler beim 2:6 (7.) früh zu einer Auszeit gezwungen. In der Folge konnte die TSG den Rückstand mehrfach auf zwei Tore verkürzen, lag zur Pause aber wieder mit vier Treffern hinten. Mitte der zweiten Halbzeit hatten die Gäste allerdings den Ausgleich zum 27:27 (48.) geschafft. „Eigentlich waren wir dann drauf und dran, auf ein, zwei Tore wegzuziehen. Aber wir haben vorne leider nicht getroffen und zwei schnelle Gegentreffer kassiert“, so Heiner Steinkühler.
Beim 30:29 (51.) war die TSG, die auf Robert Indeche (verletzt) und den verhinderten Felix Hendrich verzichten musste, noch einmal dran. Dann aber setzten sich die Sauerland Wölfe entscheidend auf 34:29 (55.) ab. „Wir haben in dieser Phase Hopp oder Top gespielt und es mit einer offenen Manndeckung probiert. Natürlich gibt es noch einiges zu verbessern, aber es geht in die richtige Richtung. Die Baustellen sind nicht so groß, dass Yannick und ich sie im Training nicht beheben könnten“, gibt sich Steinkühler, der sich nach 4:2 Punkten erstmals als TSG-Trainer geschlagen geben musste, weiter positiv. Zumal mit Blick auf die anderen Ergebnisse in der unteren Tabellenregion nicht viel passiert ist.
Die Partie in Menden wurde am Samstagabend auf Wunsch der Hausherren eine Stunde früher angepfiffen (18.30 Uhr), damit anschließend alle das EM-Spiel zwischen Deutschland und Norwegen verfolgen konnten.
TSG Harsewinkel: Schröder/Wetzel – Bruns (2), Bröskamp (8), Engelhardt (6), Lindenthal (7/2), Grüger, Kösters (3), Meyer (1), von Boenigk (4), Eichelsbacher (2), Wunsch (1).