Unter diesem Titel steht ein Beitrag in der Broschüre "Wir im Sport" zum Thema Schiedsrichter, Kampfrichter, Punktrichter.
Hier daraus ein Kommentar von Frank-Michael Rall:
Sie haben keine Zeitlupe und keine Wiederholungen, sollen
aber stets sofort richtig entscheiden. Sie gehören keiner
Mannschaft an, werden nicht verehrt und können nichts
gewinnen. Aber Sieg oder Niederlage können davon ab
hängen, ob sie Fehler machen oder nicht: Schieds-, Kampf-
und Punktrichter haben eine Sonderstellung im Sport.
Ihre Aufgabe: Dafür zu sorgen, dass die Regeln einge-
halten werden (die sich die Sportarten selbst auferlegt
haben!). Garant zu sein für einen fairen und gerechten
Leistungsvergleich. Geht es gut, sagt keiner was, läuft et-
was schief, werden sie oft beschimpft und sind Zielscheibe
für das eigene Versagen.
Warum tun sich Menschen einen solchen Job an? Die Ant-
wort sollte zu denken geben: Weil sie ihren Sport lieben,
weil ihnen Fairness und Gerechtigkeit etwas bedeuten (von
schwarzen Schafen abgesehen), weil sie ihren Sport durch
bessere Regeln weiterentwickeln. Und: Mit ihrem Können
ermöglichen sie oft erst hinreißende Spiele und hochklas-
sige Wettkämpfe. Warum gibt es dafür eigentlich keine
Goldmedaille? Oder dafür, dass sie jedes Wochenende
überall im Land auf Dorfplätzen oder in Sporthallen ihre
Arbeit verrichten, ehrenamtlich?
Klar: Auch Schiedsrichter müssen sich der Kritik stellen und
Fortbildung ist wichtig. Aber: Irren ist menschlich. So gese-
hen sind sie trotz Unvollkommenheit vollkommen.
Das Heft könnt ihr hier Herunterladen: http://www.lsb-nrw.de/fuer-vereine/lsb-magazin/
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