Die Lokalpresse zum Spiel am Freitag gegen TG Hörste

Das Westfalenblatt schreibt

Noch lange kein Spitzenteam
24:21 – Johnny Dähne rettet beim Derby in Hörste einmal mehr die TSG Harsewinkel

Hörste (dh). Wie trügerisch ein Abschlusstraining doch sein kann. »Das war bombastisch. Wir wussten ganz genau, was zu tun ist«, sagte Manuel Mühlbrandt. Mit der Umsetzung haperte es indes gewaltig, der 24:21 (9:13)-Derbysieg bei der TG Hörste war ein am Ende hart erkämpfter.

»Mühle« ist daher auch weit davon entfernt, seinem mit 9:1 Punkten nun glänzend dastehenden Handball-Verbandsligisten das Prädikat einer Spitzenmannschaft zu verleihen: »Bei uns fehlt die Linie, bis jetzt werden wir immer wieder durch Johnny Dähne aufgefangen. Er befindet sich auf einem anderen Level.« Die TSG spielte am Freitagabend ihre Angriffe lange Zeit nicht auf den Punkt und fand erst sehr spät in das Derby.

»Es wurden Chancen im Bereich zwischen 40 und 60 Prozent genommen, anstatt die Aktionen bis 100 Prozent herauszuziehen«, sagte Manuel Mühlbrandt, der nach 15 Minuten das Spielfeld verließ, »um mir den Quatsch mal von draußen anzuschauen.« Zu diesem Zeitpunkt hatte sein Team eine 3:0-Führung verspielt, nachdem Hörste in den ersten 13 Minuten ohne Tor geblieben war.

Bis zum 16:12 (39.) dominierten die Hausherren das Geschehen, dann drückten der im ersten Durchgang erfolglos gebliebene Mühlbrandt sowie der nach seiner Daumenverletzung genesene Luca Sewing mit brachialen Würfen aus dem Rückraum dem Derby ihren Stempel auf. Die TSG glich zum 16:16 (44.) aus und setzte sich vom 17:17 (48.) vorentscheidend auf 21:17 (55.) ab. TSG Harsewinkel: Dähne - Mühlbrandt (6), Stöckmann (5), Hilla (4), Sewing (4), Öttking (3/2), Bröskamp (2), Brown, Dammann, Frieling, Lohde.

Die Glocke berichtet

Die Glocke
Gütersloh | Lokalsport | 19.10.2015 | Seite 26

TSG Harsewinkel besiegt Hörste

Mühlbrandt sieht noch Potenzial

Harsewinkel (zog). Es war ein besonderes Spiel für Manuel Mühlbrandt, Spielertrainer der TSG Harsewinkel, denn am Freitagabend trat die TSG zum Kreisderby bei der TG Hörste an, die von seinem Vorgänger Hagen Hessenkämper trainiert wird. Und für TSG-Linkshänder Luca Sewing, der nach einer Daumenverletzung seine ersten Einsatzminuten in dieser Spielzeit bekam und dabei viermal traf, war es das erste Wiedersehen mit den alten Mannschaftskameraden.

Die Gäste wurden vor 350 Zuschauern in der Sporthalle Masch ihrer Favoritenstellung gerecht, sind nach dem 24:21 (9:13)-Erfolg weiter ohne Niederlage und belegen mit 9:1-Punkten Platz zwei. „Aber das ist alles noch ausbaufähig“, sieht Manuel Mühlbrandt noch viel Potenzial, das seine Mannschaft aber im richtigen Moment noch nicht auf die „Platte“ bringt.

So lagen die Harsewinkeler im ersten Durchgang trotz 3:1-Führung beim Seitenwechsel mit 9:13 und direkt nach Wiederanpfiff mit 9:14 in Rückstand. „Dann haben wir endlich den Motor angeworfen“, lobte Mühlbrandt vor allem die Abwehr: „Die war mit einem erneut starken Johnny Dähne im Tor die Grundlage. Hörste ist nicht eingebrochen. Doch wir haben hinten ein richtig gutes Spiel gemacht und nur noch sieben Treffer zugelassen.“

Mit dem Angriff war Mühlbrandt nach einem hervorragenden Abschlusstraining am Donnerstag („Da hat alles gepasst“) nicht zufrieden. Mit sechs Toren nach Wiederanpfiff übernahm Mühlbrandt dann selbst die Initiative und lobte die ansteigende Formkurve bei Rene Hilla.

„Wir sind in der Lage, die Topteams zu ärgern, aber wir sind noch keines. Wir haben noch viel Potenzial nach oben“, verweist „Mühle“ auch auf die für einen Tabellenzweiten ungewöhnliche Tordifferenz von plus zwei.

TSG Harsewinkel: Dähne – Pelkmann, Öttking (3/2), Mühlbrandt (6), Hilla (4), Lohde, Stöckmann (5), Brown, S. Bröskamp (2), Frieling, Dammann, Sewing (4)

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