Vorberichte zum Spiel heute gegen Hagen

NW und WB schreiben heute:

 

 

Schnell in ein sicheres Fahrwasser

Oberligist TSG Harsewinkel empfängt den VfL Eintracht Hagen II. Trainer Mühlbrandt warnt vor dem Mitaufsteiger. 140 Zuschauer im „Hasenbau“ erlaubt

 

Der Vergleich mit Mitaufsteiger VfL Eintracht Hagen II am Samstag in eigener Halle (Anpfiff 19 Uhr) ist für Handball-Oberligist TSG Harsewinkel kein normales Spiel. „Es war in der Vorbereitung sehr schwer, die Konzentration aufrechtzuerhalten“, berichtet Trainer Manuel Mühlbrandt. „Die Jungs haben natürlich immer wieder gezweifelt, ob denn wirklich gespielt wird.“

Gründe gab es dafür genug, denn nachdem die Harsewinkeler am 4. Oktober in Rödinghausen einen ermutigenden 33:29-Auftaktsieg geschafft hatten, wurde die für das folgende Wochenende vorgesehene Heimpremiere gegen den VfL Gladbeck abgesetzt. Der Titelfavorit aus dem Ruhrgebiet hatte – vorsichtshalber – um eine Verlegung gebeten, weil sein erster Gegner, eben die Reserve des Drittligisten Hagen, einen mit Covid-19 infizierten Spieler eingesetzt hatte. So ungern Mühlbrandt dieser Bitte zunächst nachkam, so froh ist er jetzt darüber, denn im Nachgang wurde ein Gladbecker Spieler positiv getestet: „Wir wären alle 14 Tage lang weg gewesen.“ Mühlbrandt („Wir müssen alle noch arbeiten“) mag sich gar nicht ausdenken, was eine Quarantäne für sein Team bedeuten würde.

„Jetzt wäre es natürlich schön, wenn wir direkt an die Leistung in Rödinghausen anknüpfen könnten“, so der Trainer. Mühlbrandt träumt aber nicht nur von einem 4:0-Punktestart, er nimmt auch gleich noch die folgende Heimaufgabe am Freitag nächster Woche gegen den TuS 97 aus Bielefeld ins Visier. „Je eher wir in dieser Saison mit ihren vielen Unwägbarkeiten in sicheres Fahrwasser kommen, desto besser“, findet auch Karl-Heinz Kalze. „Schaffen wir es, uns in unserer Oberligagruppe mit einem Platz unter den ersten vier für die Aufstiegsrunde zu qualifizieren, können wir nicht mehr absteigen und hätten bereits für die nächste, hoffentlich wieder ganz normale Serie Planungssicherheit“, so der Teammanager weiter.

„Hagen ist ein starker Gegner“, warnt Mühlbrandt jedoch. Er belegt diese Feststellung nicht nur mit der starken Leistung des Mitaufsteigers bei der 29:30-Niederlage gegen Gladbeck: „Hagen strebt in der 3. Bundesliga den Wiederaufstieg in die Zweitklassigkeit an und hat seine Strukturen danach ausgerichtet. Die A-Jugend spielt wieder in der Bundesliga und die Reserve hat in der Verbandsliga ihre Aufstiegschance über eine Wild Card wahrgenommen, damit der Unterbau noch stärker wird.“ Für den TSG-Coach verfügen die Gäste deshalb über etliche Talente und Routiniers, die „jederzeit oben aushelfen“ könnten.

Während die Hausherren am Samstag auf die Langzeitverletzten Tom Kalter und Nico Schmeckthal verzichten müssen, ist Luke Steinkamp einsatzbereit. Der Außen, dessen Fußball spielender Bruder Robin vom Coronafall bei Victoria Clarholz betroffen ist, hatte zwischenzeitlich zwar vorsichtshalber mit dem Training ausgesetzt, muss sich aber keinen Quarantänemaßnahmen unterziehen.

Einstellen müssen sich die Harsewinkeler Handballer auf weniger Unterstützung von den in der zurückliegenden Saison oft mit mehr als 500 Fans besetzten Rängen. „Wir haben ein Hygienekonzept vorgelegt. Die Behörden haben uns 140 Besucher erlaubt“, berichtet Karl-Heinz Kalze. Es gibt kein Catering, es müssen durchgehend Masken getragen und die Plätze eingehalten werden. „Wir haben 140 Dauerkarten verkauft. Sollten Dauerkarten zurückgegeben werden, weil die Besitzer verhindert sind, werden sie in Tageskarten umgewandelt“, so Kalze.

 

Ein Bericht "Die Glocke" von gestern im Anhang

 

 

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