(Westfälische Nachrichten)
Erst kommt der Haka
Gut 300 Handballfans sahen ein rassiges Match - und am Ende einen klaren Sieg der Gastgeber.(rau)
Ascheberg - Ausgelassen feierten am Donnerstagabend gut 300 Handballfans in der ausverkauften Halle an der Nordkirchener Straße. Die HSG Ascheberg/Drensteinfurt gewann mit 33:21 (14:12) gegen die neuseeländische Nationalmannschaft. Beide Teams wurden unter tosendem Applaus verabschiedet. Rahmenprogramm und Spiel sorgten für ein großes Event.
Vor der Partie kam Länderspiel-Atmosphäre auf: Zunächst liefen die Teams mit Nachwuchsspielern auf. Im Anschluss daran spielte die heimische SuB-Band beide Nationalhymnen. Danach begrüßten die „Kiwis“ die Hausherren eindrucksvoll mit dem Haka, einem Ritualtanz der Maori.
Auf dem Feld schenkten sich beide Teams in der Anfangsphase nichts. Nach zehn Minuten stand es 5:2, wenig später 11:5. Auch weil die Gastgeber danach viel wechselten, kamen die Gäste bis zur Pause auf 12:14 heran.
Reinhard Zimmer, Trainer der HSG, hatte in der ersten Halbzeit bei Neuseeland das Sagen. Er ist mitverantwortlich für die Mannschaft aus Übersee. Mit ihrer Leistung im ersten Abschnitt war er sehr zufrieden: „Das war aller Ehren wert. Sie haben dynamisch und aktiv gespielt. Aber man hat auch noch die Unerfahrenheit gemerkt.“
Im zweiten Durchgang wechselte Zimmer auf die andere Seite und forderte mehr Einsatz von der HSG: „Das war mir im ersten Durchgang zu wenig.“ Mitleid hatte er nicht: „Wenn ich auf der Bank sitze, sehe ich nur meine Mannschaft und es interessiert mich nicht, ob wir gegen Neuseeland oder Gronau spielen.“ Den Gästen ging nach dem 21:15 die Puste aus. Die HSG lief einen Tempogegenstoß nach dem anderen und zog bis auf 29:16 davon. Auch Marcel Saalfeld, der in der kommenden Saison von SW Havixbeck zur HSG wechselt, spielte einige Minuten. In der Schlussminute verabschiedeten die Zuschauer die Spieler mit stehenden Ovationen. Am Ende hieß es 33:21.
Die Neuseeländer setzen ihre Deutschlandreise am heutigen Freitag in Harsewinkel bei einem Testspiel fort, ehe sie zu einem Turnier in die Türkei reisen.
HSG: Kramm (8), Schulte (4), Müller (4), Willige (3), Köppen (3), Welzel (3), Grüber (2), Hattrup (2), Schlögl (2), Nübel (2), , Wehmöller, Saalfeld, Zimmermann, Broek