Die Glocke berichtet online vom Sieg gegen TG Hörste

TSG Harsewinkel glücklich über zwei dreckige Punkte

Es war heiß Freitababend in der Halle Masch und es ging im Handballderby eng und hitzig zu. Am Ende jubelte die TSG Harsewinkel über einen knappen Sieg.

Halle (zog) -  „Ich bin sehr glücklich über diese dreckigen zwei Punkte. Wir haben uns oft den Stock selbst in die Speichen gesteckt“, atmete Manuel Mühlbrandt auf. Im Derby bei der TG Hörste hatte sich der von ihm trainierte Handball-Regionalligist knapp mit 34:32 (20:18) behauptet.

Zähes Ringen um jedes Tor

Lediglich beim satt aus neun Metern eingenetzten 0:1 durch Luca Sewing durften die TSG-Fans unter den gut 500 Zuschauern auf einen leichten Auswärtssieg hoffen. Fortan entwickelte sich ein zähes Ringen um jeden Treffer. Der Harsewinkeler Rückraum hatte es im zweiten Saisonspiel gegen eine um jeden Zentimeter kämpfende Abwehr erheblich schwerer als vor einer Woche.

Erste Zwei-Tore-Führung beim 18:20-Pausenstand

Und weil die Gastgeber mit ihren zweikampfstarken Spielern Julius Hagemann, Silvan Tarner und Max Schäper sich (immer wieder auch in Überzahl) durchsetzten, wechselte der Spielstand ständig. Erst beim 18:20-Pausenstand führte Harsewinkel erstmals mit zwei Treffern.

Florian Bröskamp die entscheidende Einwechslung

Der war mit drei Hörster Treffern nach Wiederanpfiff gleich wieder dahin. Mit Florian Bröskamp setzte Mühlbrandt nach 40 Minuten den mit entscheidenden Impuls. Der immer wieder mit Kniebeschwerden kämpfende Rückraumspieler setzte sich fünfmal erfolgreich durch und hielt hinten das Abwehrzentrum (endlich) dicht. Beim 28:32 durch Bröskamp (57.) schien mit der ersten Vier-Tore-Führung die Vorentscheidung gefallen.

Hörste macht es noch einmal spannend

Doch Hörste sorgte bei vollem Risiko mit Ballgewinnen bei offener Abwehr und dem Anschlusstreffer durch Philipp Herschel 24 Sekunden vor Abpfiff noch mal für Spannung, doch Liam Lindenthal kurz darauf für Jubel und Erleichterung unter Sauna-bedingungen in der Halle Masch. TG-Trainer Matthias Baier war stolz auf die Leistung seines Teams: „Tempo, Leidenschaft und Bereitschaft. So wollen wir Handball spielen.“

TSG Harsewinkel: Schröder (1. - 60.)/Kordein– Indeche (1), Lindenthal (3), Borren (4), Steinkamp (2), S. Bröskamp, Schmeckthal, von Boenigk, Hoff (4), Fl. Bröskamp (5), Steinkühler, Sewing (4), Falkenberg (11/3) TG Hörste: Schneider (1. 30.)/Stroth(30. - 60.) - Barrelmeyer (3), L. Burstädt, Steinlechner (2), Reckmann (1), Herschel (2), Lepper (4), Hagemann (4), Schäper (5), Walkenhorst, Schröder, S. Burstädt (3), Tarner (8/2) Zuschauer: 500 Schiedsrichter: Liesegang/McClellan(Sennelager/Billinghausen)