Vorberichte der Lokalpresse

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Handball: Regionalligist TSG Harsewinkel will heute Abend die Abstiegsränge verlassen.

Mit einem guten Gefühl ins neue Jahr

Von Dirk Heidemann

Trainerwechsel im Sport sind ein Phänomen. Unerklärlich, warum es unter einem neuen Mann oftmals sofort läuft, während sich der Vorgänger über Wochen oder gar Monate in Erfolglosigkeit üben musste. Die TSG Harsewinkel bildet da keine Ausnahme. Acht sieglose Spiele musste Timo Schäfer hinnehmen, bevor er sein Amt beim Handball-Regionalligisten niederlegte. Heiner Steinkühler übernahm – und führte die Mannschaft prompt zu einem überraschenden 31:26-Erfolg beim TuS Bommern.

Nun bietet sich der TSG an diesem Freitag im Nachholspiel gegen den CVJM Rödinghausen (20 Uhr) die große Chance, den letzten Tabellenplatz zu verlassen und bei einem Sieg sogar gleich drei Ränge gutzumachen. Dann würden die Harsewinkeler den Jahreswechsel auf einem Nichtabstiegsplatz verbringen. „Dieses gute Gefühl wollen wir ins neue Jahr mitnehmen“, lässt Heiner Steinkühler vor seiner Heimpremiere keine Zweifel daran aufkommen, dass die Punkte im Hasenbau bleiben werden. „Alle sind voll konzentriert, da ist null Prozent Schlendrian drin. Positiv ist zudem, dass wir alles in der eigenen Hand haben und gleich in den ersten beiden Heimspielen 2026 gegen Hahlen und Gevelsberg nachlegen können.“

Doch zuerst muss die Aufgabe gegen Rödinghausen gelöst werden. Und Parallelen zur TSG sind durchaus erkennbar. „Wenn man auf die Formation schaut, dann fragt man sich, warum die in der Tabelle so weit unten stehen“, spricht Heiner Steinkühler den Satz aus, den viele Trainerkollegen in dieser Saison auch schon über die TSG Harsewinkel gesagt haben. Das (Noch-)Schlusslicht will am heutigen Freitag an die Leistung in Bommern anknüpfen, wo vor allem die Abwehr überzeugte. „Dennoch haben wir auch in diesem Spiel Fehler gemacht, konnten es aber individuell lösen, wenn wir die Struktur verlassen haben“, sieht Steinkühler noch Steigerungspotenzial.

Personell sieht es zudem deutlich besser aus als zuletzt. Lediglich Julian Borren (Bronchitis) wird fehlen, der angeschlagene Marlon Meyer beißt erneut auf die Zähne. Torhüter Maik Schröder ist ebenso wieder fit wir Stefan Bruns, der gegen seinen Ex-Klub besonders brennen wird.

Die Glocke

Harsewinkel mit klarem Ziel: Zum Jahresende alles raushauen

Den ersten, ganz wichtigen Schritt Richtung Saisonrettung hat Handball-Regionalligist TSG Harsewinkel gemacht. 

Bonuspunkte jetzt veredeln

„Es war eine Mischung aus Freude, Erleichterung und Bestätigung nach dem Sieg. Doch jetzt müssen wir diese Bonuspunkte veredeln“, sagt Heiner Steinkühler vor seinem zweiten Spiel als Cheftrainer. „Und wenn wir das weiter umsetzen, was wir in Bommern begonnen haben, dann wir auch erfolgreich sein.“

Spezielle Angriffspunkte festgelegt

Im Abschlusstraining ging es in der taktischen Vorbereitung darum, erneut spezielle Angriffspunkte festzulegen, um der Abwehr des von mittlerweile von Johnny Orendi und zwei Co-Trainern angeleitete Teams am besten beizukommen. Auch an den Dingen, die in der Vorwoche noch nicht optimal liefen, wurde gearbeitet.

 „Ich kenne Rödinghausen als Spieler schon lange. Sie haben mit Malte Heininger, Levin Kaps und auch wieder Felix Bahrenberg erfahrene Leute, die in der Nahwurfzone gefährlich sind“, sagt Steinkühler. In der Vorwoche verloren die Rödinghausener allerdings krachend mit 26:38 beim Vorletzten Hörste.

„Müssen alles raushauen“

„Egal, gegen wen die vorher gespielt haben, egal wie es gegen uns steht und wie das Spiel läuft. Da müssen wir bis zum Ende alles raushauen“, verlangt der neue Trainer auch von der jetzt aggressiver ausgerichteten 6:0-Abwehr vollen Einsatz. „Auch unseren Zuschauern sind wir das schuldig“, sagt er. Wieder mit dabei ist Torwart Maik Schröder, hinter Marlon Meyer steht noch ein leichtes Fragezeichen, dafür fällt Julian Borren definitiv auch im letzten Spiel des Jahres aus.

Sprung auf Rang elf möglich

„Nach einem Sieg können wir dann etwas entspannen“, hatte der zweifache Familienvater selbst auch noch keine Ruhe, über seine Situation und Pläne nach der Saison nachzudenken. Entscheidend sei, mit zwei Punkten am Freitag die Chance zu nutzen, in der Tabelle einen Sprung zu machen. Theoretisch bis auf Rang elf. „Das sollte für alle Motivation genug sein“, sagt Steinkühler.