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TSG Harsewinkel empfängt an diesem Freitag HB Bad Salzuflen und hat es danach mit den ebenfalls gefährdeten Teams aus Rödinghausen und Hahlen zu tun.
Crunchtime im Abstiegskampf beginnt
Auch wenn noch elf Begegnungen ausstehen – mit dem Heimspiel gegen HB Bad Salzuflen beginnt für die Handballer der TSG Harsewinkel an diesem Freitag um 20 Uhr die Crunchtime der Regionalliga-Saison 2025/2026. „Wir brauchen jetzt Punkte.“ Karlheinz Kalze kann und will sich nicht mehr mit ordentlichen Leistungen wie zuletzt bei der 36:37-Niederlage gegen den Rangdritten Westfalia Herne zufriedengeben.
Ein Blick auf die Tabelle verdeutlicht den Ernst der Lage für die mit 8:22 Punkten auf dem zwölften und drittletzten Platz notierten Harsewinkeler. „Ich gehe von drei Absteigern aus. Weil es möglicherweise vier werden, je nachdem wie es in der 3. Liga für die westfälischen Vertreter läuft, ist aber erst der 10. Platz wirklich sicher“, erklärt der Teammanager der TSG. Inne hat diesen fünftletzten Rang der CVJM Rödinghausen (11:19 Punkte), in zwei Wochen der nächste Auswärtsgegner der TSG. Davor kommt am 14. Februar aber erst noch der TSV Hahlen (8:22 Punkte) als Tabellen-13. in den Hasenbau, um endlich das bereits zwei Mal ausgefallene Hinrundenspiel auszutragen. „Eigentlich musst du diese drei Spiele alle gewinnen“, sagt Kalze und spricht die Konsequenz, wenn es nicht dafür reichen sollte, lieber nicht aus.
Mut macht den Harsewinkelern vor dem Vergleich mit einem Aufsteiger, als dessen größte Stärke sie Geschlossenheit und Kampfkraft analysiert haben, obwohl Marvin Anzer eine zentrale Rolle spielt, dass zuletzt die Leistungen besser waren als die Ergebnisse. „Wir haben doch gezeigt, dass wir es können“, stöhnte Coach Heiner Steinkühler, der nach dem 28:28 in Gevelsberg, dem 34:38 in Menden und eben auch zuletzt in Herne allerdings jeweils ein „zumindest phasenweise“ hinzufügen musste. Besonders ärgerlich für den Interimscoach: „Wir verlassen in der Abwehr immer wieder mal die Ordnung.“ Genau das sollte gegen Salzuflen nicht passieren. Sorgen gibt es um die Einsatzfähigkeit des angeschlagenen Robert Indeche.
Die Glocke
Für Harsewinkel geht es um viel: „Müssen gewinnen – Punkt“
Für Handball-Regionalligist TSG Harsewinkel wird es im Heimspiel am Freitagabend (Anpfiff 20 Uhr) ernst.
Aus nachvollziehbarer Motivation hat der erst im Dezember vom Spieler zum Trainer aufgerückte Heiner Steinkühler versucht, erst einmal möglichst viel Druck von seiner Mannschaft zu nehmen.
Der Druck nach zwei Auswärtsniederlage ist sowieso da
Doch nach dem guten Start mit einem Sieg und zwei Unentschieden und als Bonus den Sieg im Kreispokal hat sich der Druck nach den beiden jüngsten Auswärtsniederlagen für die TSG Harsewinkel so erhöht, dass das heute um 20 Uhr anstehende Heimspiel gegen Handball Bad Salzuflen ohne Wenn und Aber gewonnen werden muss.
„Wir müssen gewinnen - Punkt“
„Ganz gleich, ob die derzeit mehr oder weniger gut drauf sind. Gegen Bad Salzuflen müssen wir gewinnen – Punkt“, gibt Steinkühler als Vorgabe aus. Warum, zeigt der Blick auf die Tabelle. Die von Fabian Arning trainierten Gäste stehen mit 13:19-Punkten auf Rang acht und würden sich mit einem Sieg auf sieben Punkte von der TSG absetzen, die mit der Bilanz von 8:22 punktgleich mit Hahlen auf Rang 12 platziert ist.
Salzuflen soll mit in der Verlosung bleiben
„Wir wollen uns aber nicht von Salzuflen verabschieden, sondern dass möglichst viele Konkurrenten mit in der Verlosung bleiben. Das wäre bei dann zehn Punkten auf unserer Seite der Fall“, so Steinkühler. In der Nachbetrachtung der Niederlage in Herne ging es vor allem um die Defensive, die mit 37 viel zu viel Gegentore zuließ. „Alles, was wir da besprochen haben, wurde angenommen und im Training gut umgesetzt“, hofft der Trainer, dass sich dies nun auch im Spiel positiv auswirkt. Die Gäste bezeichnet Steinkühler als „geschlossen starke und eingespielte Mannschaft, die sehr unangenehm zu bespielen“ sei.
Kader bis auf Robert Indeche komplett
„Die müssen wir ebenfalls als Mannschaft schlagen“, ist der Trainer froh, bis auf den weiter mit Wadenverletzung ausfallenden Robert Indeche den kompletten Kader zur Verfügung zu haben. „Wir halten auch zusammen und funktionieren als Mannschaft“, sieht der TSG-Trainer das Manko bei Drucksituationen und Phasen, in denen es nicht optimal läuft. „Da haben wir dann zu oft einen Blackout und kommen zu weit ins Hintertreffen.“
„Wissen, dass wir liefern müssen“
Helfen kann die Unterstützung von den Rängen. „Das pusht einen schon. Aber wir wissen auch, dass wir jetzt liefern müssen“, sagt Steinkühler.