Die Glocke
Dritter Sieg in Folge Ziel und „unbedingt nötig“ für Harsewinkel
Zum dritten Mal in Folge heißt es für die TSG Harsewinkel „Schlüsselspiel im Abstiegskampf der Handball-Regionalliga“
Nach den beiden jüngsten Heimsiegen über die direkten Mitkonkurrenten Handball Bad Salzuflen und TSV Hahlen tritt das auf Rang neun gekletterte Team von Heiner Steinkühler am Samstag beim Rangzwölften CVJM Rödinghausen an.
28:28 beim Nachholspiel im Dezember
Da die Hinrundenpartie vom ursprünglich sechsten Spieltag auf damaligen Wunsch der Rödinghausener verlegt worden war, hatten die beide Kellerkinder erst am 19. Dezember im Hasenbau nachgeholt und sich dabei unentschieden 28:28 getrennt.
Seitdem deutlichen Schritt vorangekommen
„Seitdem sind wir einen deutlichen Schritt weitergekommen“, hat sich Steinkühler das Video von dem erst wenige Sekunden vor Abpfiff durch das Tor von Fynn von Boenigk geretteten Punkt noch einmal angeschaut.
Daraufhin wurden im Training die Dinge angesprochen, die im Dezember falsch gemacht wurden. „Und ich bin zuversichtlich, dass wir vor allem die offensichtlichen Fehler abstellen werden“, so Steinkühler.
Abwehrverbund der Schlüssel zum Erfolg
Auch im Rückblick über den jüngsten Sieg über Hahlen sieht der TSG-Trainer Fortschritte vor allem bei der Abwehrarbeit: „Da agieren wir immer mehr im Verbund, und das gibt dann auch die Sicherheit für das Angriffsspiel.“
Was Heiner Steinkühler vor seinem achten Spiel als gemeinsam mit Yannik Ruschhaupt verantwortlicher Trainer dagegen Sorgen bereitet, ist die Personalsituation. Denn das Dienstagstraining fand mit lediglich sechs Feldspielern statt, der Rest fehlte erkrankt oder angeschlagen.
Viele personelle Fragezeichen
Definitiv fehlen werden am Samstag Fynn von Boenigk aus privaten, Sven Bröskamp aus beruflichen Gründen und Robert Indeche, dessen Wadenverletzung weiterhin keinen Einsatz zulässt. Ansonsten gab es am Donnerstagvormittag noch viele Fragezeichen, so auch hinter Stefan Bruns, dem zu Saisonbeginn aus Rödinghausen nach Harsewinkel gewechselten Linkshänder.
Nur nach Sieg lockt ein unbeschwertes Derby
Ziel der Gäste ist der dritte Sieg in Folge. „Der ist unbedingt nötig. Darauf richten wir den Fokus, um unbeschwert in das darauf folgende Derby gegen Spitzenreiter Loxten zu gehen. Das wäre dann in Bezug auf die mentale Belastung sogar ein entspanntes Spiel“, sagt Steinkühler.
NW
Handball: Regionalligist TSG Harsewinkel will nach Heimsiegen über Bad Salzuflen und Hahlen nun auch in Rödinghausen gewinnen.
Das nächste direkte Duell
Von Dirk Heidemann
Die personelle Basis für die Saison 2026/27 hat die TSG Harsewinkel mit den am Dienstag öffentlich gemachten Transfers gelegt. Nun liegt es an der aktuellen Mannschaft, die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln, damit es auch in der Handball-Regionalliga weitergehen kann. Elementar dafür sind Erfolge gegen die direkte Konkurrenz im Tabellenkeller, der Partie am Samstag beim CVJM Rödinghausen (17 Uhr) kommt daher eine extrem wichtige Bedeutung zu.
Während sich die TSG (12:22 Punkte) zuletzt durch zwei Heimsiege auf Platz neun vorarbeiten konnte, rangiert der CVJM (11:21) in der 14 Teams umfassenden Liga auf Rang zwölf, hat aber auch ein Spiel weniger ausgetragen. „Wir fahren nach unseren beiden guten Ergebnissen mit sehr viel Selbstvertrauen nach Rödinghausen und wollen dort unbedingt gewinnen. Und ich weiß auch, dass wir das können“, sagt TSG-Trainer Heiner Steinkühler, dessen Mannschaft im Vergleich zum ersten Duell mit dem CVJM deutlich gefestigter wirkt.
Das Hinspiel liegt gerade einmal zwei Monate zurück. Am 19. Dezember quälte sich die TSG nach einem Sechs-Tore-Rückstand noch zu einem glücklichen 28:28, Fynn von Boenigk rettete mit seinem Treffer sieben Sekunden vor Schluss zumindest das Remis. Seitdem hat sich bei den Harsewinkelern einiges getan. „Damals standen wir gegen Rödinghausen hinten viel zu offen. Wir haben dann nachjustiert und uns im Deckungsverbund enorm verbessert. Die Jungs haben jetzt ein viel bessere Gefühl dafür, wie sie rausgehen und sich lösen müssen, und es dennoch weiter kompakt wirkt“, sagt Heiner Steinkühler, der den Grundstein auch am Samstag wieder in der Abwehr sieht. „Ich habe selbst auch gerne Angriff gespielt. Aber entscheidend ist, dass wir hinten die Absprachen verinnerlichen.“
Personell sieht es im Vergleich zum jüngsten Heimsieg gegen Hahlen wieder besser aus. Die zuletzt erkrankten Alexander Engelhardt und Julian Borren kehren zurück. Somit wird lediglich Robert Indeche (Wadenprobleme) ausfallen. Zusätzliche Brisanz erhält das Duell der beiden Tabellen-Kellerkinder am Samstag dadurch, dass die noch für den CVJM Rödinghausen spielenden Frederic Trapphoff und Moritz Jebram in der kommenden Saison das Trikot der TSG Harsewinkel tragen werden.