aus dem Internetauftritt des Kickers:
Viertelfinale: Deutschland - Angola: 36:33 (18:14)
Ziel erreicht!
Die DHB-Damen haben ihre vor der WM gesteckte Vorgabe in die Tat umgesetzt. In Paris gewann die Emrich-Truppe ihr Viertelfinale gegen Angola mit 36:33 (18:14). Der Wermutstropfen: Nadine Krause verletzte sich kurz vor Spielende. Im Halbfinale trifft die DHB-Auswahl am Samstag erneut in Paris (15 Uhr) auf Europameister Norwegen, der Südkorea beim 35:24 (16:12) keine Chance ließ.

Geschafft: Die DHB-Damen stehen im Halbfinale bei der WM in Frankreich.
© dpa 
Zu Beginn sah alles nach einer klaren Sache aus. Die Deutschen legten einen Blitzstart hin, trafen nach Belieben und führten früh mit 6:1 (8.). Doch die Angolanerinnen wollten sich so leicht nicht geschlagen geben. In zunehmendem Maße nutzten sie die Unsicherheiten in der deutschen Abwehr und bestrafte die hohe Fehlwurfquote. So stand es zur Pause "nur" 18:14.
Clara Woltering mit starken Paraden
Bis auf 23:21 (41.) kamen die Afrika-Meisterinnen heran, spielten teilweise mit Doppeldeckung gegen Nadine Krause und Grit Jurack. Dass die Emrich-Sieben sich dennoch entscheidend absetzen konnte, lag vor allem an der starken Torfrau Clara Woltering, die die beinahe ausnahmslos aus dem Rückraum agierenden Angolanerinnen mit ihren Paraden nervte. Gegen die Rückraumspielerinnen Marcelina Kiala (13 Tore) und Ilda Bengue (8) hatte sie dennoch auch des Öfteren das Nachsehen.
Der zweite Schlüssel zum Erfolg: Die Tempogegenstöße. Über Konter und die schnelle Mitte kam Deutschland zu leichten Torerfolgen. Grit Jurack (11/1 Tore), Stefanie Melbeck und Nadine Krause (beide 6) waren die erfolgreichsten deutschen Torschützinnen.
In der Endphase schlichen sich wieder einige Fehler, vor allem im Spielaufbau, ein. Doch die deutschen Damen zitterten sich förmlich ins erste WM-Halbfinale nach zehn Jahren Abstinenz: Kurz vor Spielende waren die Angolanerinnen erneut auf zwei Tore herangekommen. Letztlich reichte es zu einem knappen 36:33-Sieg.
Schock kurz vor dem Spielende: Krause knickt um
Eine ganz bittere Pille gab es zwei Minuten vor Spielende zu schlucken: Welthandballerin Nadine Krause knickte unglücklich um und musste auch nach der Partie behandelt werden. Ob sie am Samstag im Halbfinale (15 Uhr) gegen Norwegen eingreifen kann, ist äußerst fraglich. Der Europameister aus Skandinavien setzte sich im Viertelfinale am Donnerstag in Paris gegen den Olympia-Zweiten Südkorea mit 35:24 (16:12) durch.
Durch das Halbfinale erspielte sich der EM-Vierte von 2006 zudem das Heimrecht für eines der drei Qualifikationsturniere für die Olympischen Spiele 2008 in Peking im März nächsten Jahres.
Deutschland – Angola 36:33 (18:14)
Tore für Deutschland: Grit Jurack (11/1/Viborg HK/Dänemark), Steffi Melbeck (6/KIF Kolding/Dänemark), Nadine Krause (6/1/FC Kopenhagen/Dänemark), Maren Baumbach (4/1/FC Kopenhagen/Dänemark), Anne Müller (3/Bayer Leverkusen), Mandy Hering (2/FHC Frankfurt/Oder), Nadine Härdter (1/Thüringer HC), Nina Wörz (1/Randers HK/Dänemark), Kathrin Blacha (1/Thüringer HC), Nora Reiche (1/1/Viborg HK)
Beste Werferinnen bei Angola: Marcelina Kiala (13), Ilda Bengue (8/3)
Zuschauer in Paris-Bercy: 1000