Auch im zweiten Saisonspiel konnte die männl. A-Jugend mit 30:24 (16:13) einen Sieg verbuchen, jedoch gelang es uns im Spiel beim TuS Borgholzhausen nicht im Entferntesten, an die souveräne Leistung der Vorwoche anzuknüpfen, obwohl die Borgholzhausener, fast ohne Rückraum angetreten, eigentlich nur ein nominell starker Gegner waren.
Schon mit dem Bewußtsein, in der Kreisliga einer der wenigen Einäugigen unter den Blinden zu sein, angereist, standen uns zunächst beim Aufwärmen nur 6 Spieler der Heimmannschaft gegenüber, was unserer eigenen Konzentration weiter abträglich war. Zu Spielbeginn waren es zwar dann doch noch 8 Gegner geworden, jedoch gelang es uns im gesamten Spiel nicht mehr, den Motivations-Schalter noch in die richtige Richtung umzulegen.
Bereits im ersten Angriff des Gegners bahnte sich das Debakel an. Ein gar gewaltiges Geschoß, aus dem Rückraum des Gegners abgegeben, tuckerte mit gefühlten 8 Stundenkilometern bedächtig auf unser Tor zu, setzte im Torraum noch mindestens dreimal auf und schlug dann, eher halbhoch und weder hart noch überraschend, in der Torwartecke ein. Dies sollte Symbolkraft für das ganze Spiel haben!
Abgesehen von einigen individuellen Fehlleistungen, war die Abwehr zwar noch unser besserer Mannschaftsteil, jedoch konnte sie nicht gegen die zahllosen Fehlleistungen der Torwarte anspielen. Weil auch der Angriff, gegen die zwar offensive, aber auch körperlich schwache und konzeptlos agierende Abwehr des Gegners viel zu oft die spielerische Linie verlor, gelang es uns nie, die Kontrolle über das Spiel zu übernehmen. Bis zum 10:11 lagen wir so zunächst fast ständig zurück. In unserer einzigen etwas stärkeren Phase in der ersten Halbzeit konnten wir dann das Spiel auf 15:11 drehen, um wenigstens mit 16:13 in die Pause zu gehen. Leider war dies aber nur ein trügerisches Zwischenhoch. Jämmerliche Fehlwürfe, falsch getroffene Entscheidungen, Schrittfehler zu Hauf und vergebene Siebenmeter prägten weiter das Bild. Als es 12 Minuten vor Schluß nur noch 23:22 für uns stand, drohte sogar der Super-Gau, jedoch konnten wir uns dann in der Endphase des Spieles, gegen einen noch einmal nachlassenden Gegner, doch noch entscheidend absetzen.
Was nehmen wir mit aus einem solchen Spiel? Das Spiel haben wir zwar gewonnen, die gezeigte Leistung war aber keineswegs ausreichend, um im kommenden Jahr im Seniorenbereich auch nur irgendwelche Ambitionen anmelden zu dürfen. Ohne Einstellung, Konzentration sowie Fixierung auf die Aufgaben des Spieles von Anfang an, können wir nicht vernünftig Handball spielen. Um diese Charaktereigenschaften dann während eines laufenden Spieles wieder zu erlangen, müßte man aber schon sehr viel mehr Routine besitzen, als man es von einer Jugendmannschaft erwarten kann. Wir müssen also bereits zu Beginn eines Spieles wach sein!
Es spielten: Polen-Paul, Schröder - Matthias, Papst Benedikt, Miss Thomson, Blondie, Alex, Mr. Joe, Harri und Tim.