Kreisderby verlangt der weibl. B-Jugend alles ab!

Am Sonntag kam es in der Bezirksliga zum Kreisderby gegen Wiedenbrück. die Wiedenbrücker Mädels waren für unsere einzige Niederlage in der Aufstiegsrunde verantwortlich. Dementsprechend waren wir motiviert.
Aufgrund des engen Spielplans in unserer Halle viel die Vorbereitung relativ kurz aus. Einmal die Torhüterinnen kurz einwerfen und das war es.

Doch nun zum Spiel. Wir haben konzentriert begonnen und konnten mit 3:1 in Führung gehen, doch dann gaben wir durch Unkonzentriertheiten die Führung bei 5:4 ab. Seit diesem Zeitpunkt rannten wir permanent einen Rückstand hinterher. Nur Miri hielt uns die ganze Zeit über im Spiel. Der Standhandball verhalf den Wiedenbrückerinnen immer wieder zu einfachen Gegenstoßtoren. In der Auszeit beim Stand von 6:9 musste der Trainer erstmals laut werden, denn die Einstellung einiger Mädchen ging gar nicht. Vielleicht war es auch ein grippaler Infekt, der einige Mädchen an ihr Leistungsvermögen hinderte, denn plötzlich lief Rebacca direkt durch die Wechselzone zur Toilette. Nach der Predigt, lief unser Spiel wieder besser. Mit der Umstellung im Angriff hatten die Wiedenbrückerinnen ihre Schwierigkeiten und kamen gleichzeitig nicht mehr zu ihren einfachen Toren. Wir konnten den Abstand auf 10:11 zur Halbzeit reduzieren.
In der zweiten Halbzeit das gleiche Bild. Unser Spiel wurde ein wenig besser, doch die Chancenverwertung war in diesem Spiel auf beiden Seiten grauenhaft. Wir schaften zwar immer wieder den Ausgleich, doch wir konnten nicht an den Wiedenbrückerinnen vorbei ziehen. 5 Minuten vor Ende nahmen wir unsere Auszeit beim Stand von 14:15. Wieder einmal wurde die Angriffsformation geändert. Doch leider trafen wir nicht und Wiedenbrück ging dann 3 Minuten vor Ende 14:16 in Führung. Dann kamen jedoch die Minuten von Lydia und Miri. Miri hielt die Bälle und Lydia setzte zwei Bälle in Folge von Rechtsaußen.
Problem: Wiedenbrück hatte nun noch eine Minute Zeit, um den Siegtreffer zu landen. Die Abwehr stand und zwang die Wiedenbrücker Linksaußen zum Wurf. Sie nahm sich den Wurf und warf rechts am Pfosten vorbei. Wir hatten plötzlich noch einen Angriff. Spielzug wurde angesagt und konsequent durchgespielt. Lara bekommt den Ball auf Linksaußen, springt, steht diesmal nicht im Kreis und setzt das Ding zwei Sekunden vor dem Abpfiff.

So grausam kann Handball sein. In den letzten zwei Jahren hatten wir sonst immer dieses Pech, doch diesmal konnten wir als glückliche Gewinner den Platz verlassen.
Ein Unentschieden wäre wohl gerecht gewesen, doch ein Derby gewinnt man aber auf so eine Weise am liebsten.