Riesenjubel nach Handball-Krimi

Text aus Westfalenblatt vom 21.6.2011

Im finalen Turnier eines langen Qualifikation-Marathons ging es für die TSG-Mädels noch einmal um alles. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gelang im Feld der sechs teilnehmenden Mannschaften gegen den späteren Turniersieger DJK Everswinkel beim 12:10 ein erfolgreicher Start. Es folgte ein herber Rückschlag gegen den Kreisrivalen TuS Brockhagen (8:11), doch die Spielerinnen um das Trainergespann Guido Schäfer und Jonas Wibbelt fingen sich wieder. Mit 13:6 fertigte der Landesliga-Unterbau den TV Emsdetten ab und holte sich das nötige Selbstbewusstsein für die entscheidenden Begegnungen. »Dann haben wir es aber erst so richtig spannend gemacht«, sagt Guido Schäfer. 8:8 leuchtete nach dem Schlusspfiff gegen HSG Quelle/Ummeln auf der Anzeigetafel, die letzte Partie des Tages gegen SuS Neuenkirchen ging trotz einer 5:2-Pausenführung nur hauchdünn mit 8:7 an die Harsewinkelerinnen. »Wir waren zu Beginn des Turniers vielleicht etwas unkonzentriert oder aufgeregt, hatten aber hinten raus den längeren Atem«, resümierte Guido Schäfer, der seinen Akteurinnen eine »insgesamt starke Teamleistung« bescheinigte, eine Akteurin allerdings hervorhob: »Miriam Füchtenhans war nicht nur die beste Spielerin in unseren Reihen. Sie war auch die stärkste Torhüterin des gesamten Turniers.«
Voller Selbstvertrauen und Euphorie haben die TSG-Mädels nun schon das nächste Ziel vor Augen. Anders als die Oberliga-Jahrgänge vor ihnen, die in ihren Serien nie über ein Remis hinauskamen, peilt der 1993/94er Jahrgang den ersten Saisonsieg der Vereinsgeschichte in der Oberliga an. »Wir können eine ordentliche Rolle spielen. Mal sehen, was am Ende dabei herauskommt« , sagt Guido Schäfer. Treten die Harsewinkeler Nachwuchshandballerinnen so auf wie am vergangenen Sonntag, dann kann der Traum vom ersten Oberliga-Sieg in Erfüllung gehen.