Männl. A-Jugend – Muster ohne Wert

In einem vom kommenden Wochenende vorgezogenen Spiel schlug die männl. A-Jugend am Dienstagabend den TV Jahn Oelde zu Hause mit 27:17 (13:6). Obwohl es ein sicherer Start-Ziel-Sieg war, blieben auch nach diesem Match viele Fragen offen. Auch dieses Spiel war ein Muster ohne Wert und hat niemandem etwas gebracht! Die Tribünenspäher aus dem Raum Versmold dürften die Anreise jedenfalls bereut haben!

Der Kontrahent aus Oelde war im Vorfeld als durchaus stark einzuschätzen und ich erwartete ein sehr enges Spiel. Oelde leistet in den letzten Jahren gute Jugendarbeit, schwächt sich aber durch eine mangelnde Koordination zwischen B- und A-Jugend sowie Herrenmannschaften und durch Undiszipliniertheiten der Spieler oftmals selbst. An einem Dienstagabend war aber mit der bestmöglichen Besetzung beim Gegner zu rechnen. Diese Einschätzung erwies sich aber bereits nach den Eindrücken des Aufwärmens als Trugschluß! Beim Gegner fehlten doch einige Leistungsträger!

Somit schienen die Kräfteverhältnisse bereits vor dem Spiel geklärt. Diese Selbsteinschätzung verführte uns aber zu einer überheblichen Spieleinstellung, die während der folgenden 60 Minuten nicht mehr abgelegt werden konnte. Zwar kamen wir mit 3:0 eigentlich gut in das Spiel, aber groteskes Abwehrverhalten erzwang bereits nach sieben Spielminuten beim 4:4 eine Auszeit. Nun wurde die Defensive zwar etwas besser, beim 7:5 nach gut einer Viertelstunde hatten wir uns aber immer noch nicht absetzen können. Eine leichte Steigerung unsererseits oder auch weiteres Nachlassen des Gegners ließ den Abstand bis zur Pause auf 13:6 anwachsen. Viele technischen Fehler, Fehlwürfe und kognitive Fehlleistungen verhinderten aber einen deutlicheren Vorsprung. Nach dem Wechsel blieb die Abwehr nun bis zum 17:7 in der 45. Spielminute stabil, genauso stabil allerdings wie unsere Fehlerquote. Ein weiteres Absinken unserer Motivation ließ Oelde dann am Ende wieder mitwerfen und brachte uns um einen höheren Sieg.

Bei einem Wochentagsspiel sind sicherlich nachsichtige Maßstäbe anzusetzen. Matthias war mehr oder weniger direkt von der Arbeit gekommen, Ole aus dem Fahrschulwagen ohne Verzug ins Tor gewechselt. Mili war noch mit der Verdauung des Geburtstagsessens bei Oma beschäftigt. Bröski fehlte zum einen der Durchblick, zum anderen war er mit den Gedanken bei der morgigen Klausur. Blondie hatte den ganzen Tag im Friseursalon verbracht. Mr. Joe schließlich hatte die Vorbereitungskurse an der ENSB verpaßt und mußte den Stoff nun selbständig nacharbeiten, um im dritten Anlauf endlich den qualifizierten Abschluß an der Grundschule zu schaffen. Außerdem war er gedanklich wohl bereits mit der Organisation seiner öffentlichen Weihnachts-Haus-Party beschäftigt. Alles Gründe, aber keine Entschuldigungen für eine weitgehend fahrige und uninspirierte Leistung. So stelle ich mir sinnvollen Sport jedenfalls nicht vor!

Es spielten: Ole – Matthias, Blondie, Bröski, Mili, Arti, Mr. Joe, Schöni, Henrik und Sebel.