Der FLVW hat seine Absicht, die Gebühren für die Volksläufe drastisch zu erhöhen auf das nächste Jahr verschoben. Hier der Kommentar in der NW vom 14. Januar 2012.
Lokalsport
KOMMENTAR
FLVW verschiebt Einführung neuer Volkslaufgebühren auf 2013
Eingeständnis und Korrektur des Fehlers verdienen Respekt
WOLFGANG TEMME
So reagiert heutzutage nicht jeder Präsident: Hermann Korfmacher, Chef des FLVW, gesteht zusammen mit dem verantwortlichen Vizepräsidenten ohne Umschweife, einen Fehler bei der Einführung neuer Volkslaufgebühren begangen zu haben. Der Verband hat denen, von deren Veranstaltungen er finanziell profitieren will, keine Chance gegeben, sich auf die neue Situation einzustellen. Die Kritik in Medien und von Vereinen hat die Funktionäre überzeugt, sie werden den Fehler korrigieren. Das verdient Respekt. Dem Präsidium bricht damit kein Zacken aus der Krone, sondern es gewinnt Ansehen hinzu.
Der Ärger, den sich der von Fußballern dominierte Verband mit der Einführung der Pro-Kopf-Gebühr einhandelte, hätte aber auch vermieden werden können, wenn die Leichtathletik-Vorsitzenden aller Kreise ihre Aufgaben so wahrgenommen hätten, wie dies Christiane Offel aus Gütersloh tat. Sie protestierte so frühzeitig wie es ihr möglich war und sie protestierte mutig vor versammelter Mannschaft. Leider fand sie zu wenige Mitstreiter. Es gibt bei den Funktionären immer noch viele, die einfach durchwinken, was von oben kommt.
Nun müssen die Veranstalter die drastisch erhöhten Abgaben erst für 2013 zahlen. Sie werden darauf mit einer Erhöhung der Startgebühren reagieren und darauf hoffen, dass sie am Ende nicht die Leidtragenden sind. Im Gegenzug sollten die „Volksläufer“ den FLVW in die Pflicht nehmen und sichtbare Leistungen einfordern.
wolfgang.temme@ihr-kommentar.de
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