Was macht eigentlich Reinhard Hölscher?

Ein Bericht der "Westfälischen Nachrichten". Von Nils Reschke

Mit neuem Trainer und altbekannten Personal haben die Handballer vom HSC Gronau die Vorbereitungen auf die kommende Spielzeit aufgenommen

Nach einer ersten lockeren Trainingseinheit reiste der Bezirksligist zum Beachhandball-Turnier des TV Georgsmarienhütte. Eigentlich war das Event nur als erstes Kennenlernen gedacht. Doch den Huskys gelang um ein Haar ein Start-Ziel-Sieg.

Am ersten Turniertag gewann das Team von Reinhard Hölscher alle vier Spiele. Einen Tag später schaffte der HSC den Einzug ins Finale, woaber der FC Schüttorf dann im Shoot-out mit 5:6 unterlag.

„Es war trotzdem eine gute Leistung“, zog Hölscher ein erstes positives Fazit. Mit an Bord waren neben Boris von Piechowski aus der zweiten Mannschaft auch die A-Junioren Lennart Huke und Frederik Spilker, die einen guten Eindruck hinterließen und nun in den kommenden Trainingseinheiten angreifen wollen.

Als Saisonziel hat der neue Übungsleiter der Gronauer einen Platz im oberen Tabellendrittel der Bezirksliga im Visier: „Das Potenzial dazu hat diese Mannschaft. Es liegt nun an uns, daran zu arbeiten“, sagt Hölscher.

Dass am 9. September zunächst ein Auswärtsspiel beim TV Emsdetten auf dem Programm steht, sieht der Coach eher als Vorteil: „Dann können wir befreiter aufspielen. Schön wäre es natürlich, wenn uns gleich zu Beginn eine Fan-Karawane dorthin begleitet und unterstützt.“

Zuvor steht für die Huskys allerdings noch eine intensive Vorbereitung auf dem Programm mit Testspielen gegen Stadtlohn, Roxel, Harsewinkel und Hesselteich, ehe der eigene Handball-Sommercup am 18. und 19. August den Höhepunkt des Vorgeplänkels auf die kommende Spielzeit bildet.

Eingeplant als Neuzugang war ursprünglich Joshua Leusder von Arminia Ochtrup, der aufgrund einer langwierigen Verletzung aber wohl frühestens erst in der Rückrunde angreifen kann. Mit zwei weiteren Spielern steht der HSC Gronau derzeit noch in Gesprächen.

Nach dem TV Emsdetten 3 am 9. September folgt dann am 16. September das erste Heimspiel der Saison gegen den TB Burgsteinfurt. „Emsdetten ist als dritte Mannschaft schwer einzuschätzen, der TB in der vergangenen Spielzeit knapp dem Abstieg entronnen. Und dann geht es zur HSG Ascheberg/Drensteinfurt, eine unbequeme Mannschaft. Also ein nicht unbedingt leichtes Auftaktprogramm, aber gewiss auch nicht unlösbar“, beurteilt Trainer Reinhard Hölscher die ersten drei Saisonspiele seiner Mannschaft. „Da werden wir dann bereits erahnen können, wohin die Reise geht.“

Zum engeren Favoritenkreis in der Bezirksliga 2012/13 zählt Hölscher die beiden Mannschaften aus Münster. „Eintracht Hiltrup und der SC 08 sind in der Lage, wieder ganz oben mitzuspielen.“ Ob sich möglicherweise noch ein drittes Team aus der Domstadt hinzugesellt, wagt Hölscher hingegen nicht einzuschätzen: „Westfalia Kinderhaus 2 hat sicherlich auch das Potenzial für ganz oben, aber wie stark man tatsächlich auflaufen wird, ist noch ungewiss.“

Ohnehin will der HSC-Coach nicht zu sehr auf die Gegner schauen. Auf eine eigene, erfolgreichere Saison als im Vorjahr kommt es nun an. „Ich als neuer Trainer stehe da genauso in der Pflicht, dies zu realisieren wie die gesamte Mannschaft.“