Alles klar?

Die NW bringt Licht ins Dunkel der Auf- und Abstiegsregelung:

In der 3. Liga liegt der Schlüssel
HANDBALL: Auf- und Abstiegsregelung verwirrend

¥ Gütersloh (NW). Was haben Handball Lemgo II und der TSV Ladbergen mit den Sorgen der Gütersloher Handballmannschaften zu tun? Die Antwort ist einfach, die Erklärung kompliziert. Es geht um die Regelung von Auf- und Abstieg. Um deren Komplexität zu verstehen, hilft es, sich das System vor Augen zu führen. Je tiefer die Ligen, um so mehr verzweigt es sich. Die Oberliga wird aus zwei Verbandsliga-Staffeln gespeist, die auf vier Landesligen basieren, welche sechs Bezirksliga-Staffeln als Unterbau haben.

Das Erdrutschverfahren beginnt in der 3. Liga. Nach dem Rückzug des Drittligisten TV Wermelskirchen aus der Weststaffel wird es wahrscheinlich keinen Absteiger aus dieser Klasse in die Oberliga Westfalen geben. Bleibt das so, würden die beiden Vizemeister der Verbandsligen eine Relegation um den Aufstieg in die Oberliga spielen und die beiden Verbandsliga-Vorletzten eine Relegation um den dritten Abstiegsplatz.

An diesem Punkt der Betrachtung lohnt allerdings ein Blick auf die Nordstaffel der 3. Liga. Dort ist HB Lemgo II noch nicht aus dem Schneider. Auf den ersten Abstiegsrang haben die Lemgoer nur zwei Punkte Vorsprung. Erwischte es sie noch, steigen die jeweils zwei Letztplatzierten der Verbandsliga-Staffeln ab.

Jetzt kommt allerdings auch noch Ladbergen ins Spiel, das noch in die Abstiegszone rutschen kann. Nach derzeitigem Stand steigt nur ein Verbandsligist in die beiden Landesliga-Staffeln des Bezirksverbandes Nord ab. Je nach Ladbergens sportlicher Entwicklung könnten es maximal zwei werden – immer vorausgesetzt das Lemgo II nicht absteigt.

Die Zahl der Verbandsliga-Absteiger entscheidet auch über die Zahl der Teams, welche die Landesliga verlassen müssen. Bei einem Verbandsliga-Absteiger kommt es zur Relegation der Landesliga-Drittletzten. Steigen zwei Nord-Teams aus der Verbandsliga ab, erwischt es jeweils die letzten drei der Landesligen. Die Viertletzten sind in keinem Fall betroffen.

Zu den Teams aus dem Kreis Gütersloh: In der Verbandsliga belegen die Sportfreunde Loxten den 2. Platz und liebäugeln mit einer Aufstiegsrelegation. Schlusslicht TuS Brockhagen hofft noch, eine Relegation der Vorletzten erreichen zu können. Bei Punktgleichheit mit dem Zwölften (Emsdetten II) und nur vier Zählern Vorsprung auf Dreizehnten (Minden/Nord) sollte der TV Verl besser noch punkten. Für die möglichen Relegationsspiele um Auf- und Abstieg aus der Verbandsliga hat der Verband den11./12. und den 18./19. Mai festgelegt.

Aus der Landesliga steigen nur die beiden Staffelsieger auf. In der Gruppe II liegt der TV Isselhorst zwei Punkte hinter Spitzenreiter Telgte und TuS 97 II auf Rang drei. Die HSG Rietberg ist Viertletzter, aber punktgleich mit zwei Konkurrenten.

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07 - Gütersloh, Freitag 08. März 2013