Im Rahmen der Vorbereitung spielten die 1. Herren am Samstag in der Sporthalle Greffen gegen den TV Werther. Hendrik Christ vom Westfalenblatt war als Zuschauer dabei. Hier sein Bericht:
TSG-Deckung nicht wach
Harsewinkeler Handball-Test: 31:25 gegen Landesligist Werther
Harsewinkel (hcr). Noch greift nicht jedes Rädchen ins andere: Handball-Verbandsligist TSG Harsewinkel bezwingt den TV Werther im Testspiel mit 31:25 (15:8), überzeugt aber nur in Ansätzen.
Die Harsewinkeler offenbarten Schwächen in der Defensive. Trainer Hagen Hessenkämper setzt auf Flexibilität. So tauchte Jonas Wibbelt auf der ungewohnten Linksaußenposition auf, Simon Hanneforth rückte dafür auf Halbrechts. Zunächst gingen die Maßnahmen auf. In der Sporthalle Greffen setzten sich die Hausherren über 6:4 und 10:5 zum 15:8-Halbzeitstand ab. Bis dato registrierte Hessenkämper aber schon zu viele einfache Abwehrfehler: »Werther konnte einfache Tore aus der zweiten Reihe erzielen. Bei Unterarmwürfen aus sieben, acht Metern muss man den Gegner attackieren. Wir haben reagiert und nicht agiert.«
Daran änderte sich im zweiten Durchgang wenig. Werther eroberte hinten Bälle und verwertete Chancen konsequent. Nach 45 Minuten pirschte sich der Landesligist auf drei Tore heran – 20:17. Währenddessen verstrickten sich die TSG-Akteure zu oft in Einzelaktionen. Die A-Jugendlichen Sven Bröskamp und Marius Roggenland durften etwas Spielpraxis sammeln. Kreisläufer Moritz Schneider setzte nun aus dem Rückraum Akzente. Hessenkämper rotierte fleißig, darunter litt der Spielfluss. »Im Moment geht es darum, die neuen taktischen Maßnahmen zu verinnerlichen. Wir haben aufgrund unseres Kaders viel Flexibilität«, erklärte der Coach. Jeder soll mehrere Positionen bekleiden können.
Des Weiteren verteilt Hessenkämper die Spielanteile nach Trainingsbeteiligung. Fünf Einheiten pro Woche stehen derzeit auf dem Programm. Als zentrale Führungsspieler kristallisieren sich neben Schneider noch Simon Hanneforth und Manuel Mühlbrandt heraus. Die drei Hünen bilden im Angriff eine torgefährliche Achse und stehen in der Deckung wie eine Mauer.
TSG Harsewinkel:Dähne/Schumacher – Hanneforth (8/2), Mühlbrandt (6), Schneider (5), Kuster (4), Baumgartl (2), Wibbelt (2), Birkholz (2), Fleiter (1), Uphus (1), Bröskamp, Roggenland, Schicht.
/div>